Noch ein paar praktische Tipps
Tomatensamen gewinnen und aufbewahren
- man nimmt dazu vollreife Tomaten der gewünschten Sorte (vielleicht auch auf Form und Farbe achten!) und schneidet die Früchte quer durch, Saft und Kerne in eine Schüssel drücken. Cocktailtomaten kann man auch in den Mixer geben, die Samen überleben diesen Vorgang unbeschadet. Zu dem Brei die gleiche Menge Wasser zusetzen und 3 Tage lang stehen lassen. Bei diesem sogenannten Fermentierungsvorgang wird die geleeartige Schützhülle jedes Samens aufgelöst und es werden gleichzeitig eine Anzahl von Krankheitskeimen vernichtet. Ein Schimmelrasen auf dem Tomatenbrei ist als Zeichen eines gelungenen Fermentierungsprozesses zu sehen. Die Samen in einem Sieb gut auswaschen und zum Trocknen in eine beschriftete Kaffeefiltertüte geben. Aus ihr lässt sich getrocknetes Saatgut wunderbar wieder herauslösen. Kürbissamen auch nur aus voll ausgereiften Früchten entnehmen, je dicker die Kerne, desto länger müssen sie getrocknet werden, also nie gleich nach ein paar Tagen in luftdichte Gläser füllen. Der eventuell entstehende Schimmel ist in diesen Fällen kein positives Zeichen.
- Beim Salat lässt man eine ausgesuchte Pflanze blühen (was auch sehr hübsch aussehen kann) und erntet dann die sich aus den Blüten entwickelnden Samen. Bei windigem Wetter aufpassen, die Samen besitzen Schirmchen!
- Besser mit einem Mückennetz oder Gaze abdecken. Kohlarten, Rote Bete und einige Blumen gehören zu den zweijährigen Pflanzen - sie entwickeln ihre Samen erst im zweiten Jahr, müssen also überwintert werden.
Aufbewahrung
- Damit Saatgut besonders lange hält, muss es vor allem vor Feuchtigkeit geschützt werden. Dazu benutzt man entweder normale Twist-off Gläser oder auch die Filmdöschen, die in fast jedem Haushalt anfallen. Wenn man ganz sicher gehen möchte kann man dem Glas auch noch ein Trocknungsmittel in Form von z.B. Kieselgel dazugeben. ( in Apotheken oder Drogerien) Der Raum in dem die Gläser stehen sollte etwas kühler sein als der Rest der Wohnung. Ab und zu sollte man seine Samenbestände durchgehen, dazu bieten sich die Wintermonate an, und bei abgelaufenen Sorten Keimproben machen. Gehen nicht mehr als die Hälfte der angesetzten Samen auf, so lohnt sich der großflächige Anbau kaum. Bei seltenen Sorten ist man dagegen um jedes Samenkorn froh, welches aufgeht.
- Grundsätzlich: Samen jeglicher Art nie in der Sonne oder im Ofen trocknen!